Nach den Ereignissen um den letzten Eid scheint Midgard stabil. Doch in einem unscheinbaren Altarbild entdeckt der Restaurator Jonas Rehm eine unmögliche Linie: einen Ast des Weltenbaums, der nie gemalt wurde – und dennoch existiert.
Seine Spur führt zu Várheim, dem vergessenen Raum der nicht gewählten Möglichkeiten. Während alte Götter zögern und das Gefüge der Welt sich leise weitet, wird klar: Stabilität wurde einst durch Auslassung erkauft.
Was geschieht, wenn das Verdrängte zurückkehrt – nicht als Zerstörung, sondern als Möglichkeit?
Der fehlende Ast ist ein leiser, metaphysischer Roman über Entscheidung,Erinnerung und die gefährliche Weite der Freiheit.