Im Finanzamt Kiel stoßen die Zahlen nicht zusammen. Bestattungen Meins verbucht Trauerfälle, die zu klein sind – und Zugänge, die zu groß sind. Immer Erde. Nie Feuer. Immer dann, wenn das Konto zuckt.
Betriebsprüferin Vera Holst holt den Zoll. Und sie holt Bernd Baumann. Baumann kennt Kiel, wenn es nicht in Formularen vorkommt. Ex-Marine, ausgestiegener Polizist.
Er trifft einen Bestatter, der zu fromm lächelt, eine Witwe, die eine kalte Hand gehalten hat, und einen Informanten von der Werft, der seine eigene Traueranzeige schrieb, bevor er starb.
Auf dem Parkfriedhof Eichhof fällt die erste Erde.Unter dem Sarg arbeitet jemand. Was oben wie letzte Ruhe aussieht, ist unten ein Geschäft: Scheintote mit neuen Namen, Zeugen, die amtlich begraben sind, Leute, denen es zu heiß wurde – und Leute, die nie Kunde waren.
Der Weg führt von der Kapelle an den Kai, von der Rechnung auf die Förde. Zoll sieht die Route. Das Amt sieht die Spalten. Baumann sieht das Grab, das lügt. Wer zahlt für die Erde?
Und wer atmet noch darunter?
Ein harter Crime-Thriller um Identitäten, Bestattung und das Geld, das nach der Beisetzung weiterläuft.
Kurzversion (Backcover, 80 Wörter)
Ein Bestatter in Kiel hat Zugänge, die kein Grab erklärt. Immer Erdbestattung. Immer Geld danach. Als das Finanzamt prüft, holt man Bernd Baumann. dem Eichhof fällt Erde – und unter dem Sarg wird gearbeitet. Offiziell tot heißt hier: neue Papiere, Stille, oder Ende. Werft, Hafen, Förde. Wer zahlt, geht. Wer stört, liegt.
Baumann, Zoll und eine Prüferin folgen der Rechnung bis dorthin, wo Würde nur noch ein Buchungssatz ist.
Letzte Ruhe gibt es nicht.
Nur Raten.