Ein Jahr in der Wüste war erträglich – weil der Sand niemals fragt, warum man allein bleibt.
Phoenix, schüchterner Sandfuchsgestaltwandler mit einem Herzen voller Heimweh, kehrt in sein Heimatdorf am Rande der Nadelwälder zurück, um endlich wieder den vertrauten Duft von Harz und Moos zu atmen. Doch die Heimat hat sich verändert: Ein neuer Alpha beherrscht die Wolfsrudel, und sein Name ist Jaylen – groß, mächtig und mit einem Blick, der Phoenix‘ gesamtes Versteck aus Unsicherheiten auf einen Schlag zum Einsturz bringt.
Jaylen will ihn. Das spürt Phoenix an jeder unverhofften Berührung,an jedem lauernden Blick über den Abendbrottisch hinweg. Was der Fuchs nicht versteht: Warum dieser Wolf ihn so besitzergreifend umkreist wie eine Beute, die er nicht reißen, sondern bewachen will. Und warum die anderen des Rudels plötzlich schweigen, sobald Phoenix den Raum betritt.
Zwischen Eifersucht, die wie verbranntes Holz riecht, und Nächten, in denen Jaylen ihm die Schüchternheit förmlich unter den Krallen hervorzerrt, muss Phoenix lernen, dass Heimweh nicht nach einem Ort verlangt – sondern nach dem einen Wesen, das einem das Gefühl gibt, nie wieder fortgehen zu wollen.
Doch ein Fuchs im Wolfsrevier bleibt eine Gefahr. Besonders für das eigene Herz.